Fragen zum operativen Eingriff

Wozu dient der Eingriff?

Der operative Eingriff wird vorgenommen, um das vollständig implantierbare Hörgerät Carina einzusetzen, das aus der Elektronikkapsel, dem Mikrofon und dem Wandler im Mittelohr besteht. Elektronikkapsel und Mikrofon werden hinter dem Ohr unter die Haut eingesetzt. Der Wandler im Mittelohr wird im so genannten Mastoid oder Warzenfortsatz, einem Knochen des Schläfenbeins, verankert und mit dem Amboss verbunden.

Was geschieht während der Operation?

Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa zwei Stunden.

Bei Bedarf wird der Bereich hinter und über dem Ohr unmittelbar vor der Operation rasiert. Während der Operation wird hinter dem Ohr ein Schnitt angesetzt, um den Warzenfortsatz freizulegen. Durch den Warzenfortsatz wird ein kleines Loch von 13 x 25 mm gebohrt. Auf der Oberfläche des Ambosses wird mit einem Laser ein zweites, kleineres Loch mit einem Durchmesser von ca. 1 mm gebohrt. In dieses Loch wird die Tastspitze des Wandlers eingeführt. Danach werden Elektronikkapsel und Mikrofon in die beiden flachen Vertiefungen im Warzenfortsatz eingelassen. Abschließend wird der Schnitt vernäht.

Werden bei der Operation Gehörknöchelchen entfernt oder beschädigt?

Nein. Beim klassischen operativen Eingriff bei Schallempfindungs-Schwerhörigkeit für das vollständig implantierbare Hörgerät Carina werden keine Knöchelchen im Mittelohr entfernt oder beschädigt. Es wird lediglich ein kleines Loch auf der Oberfläche des Ambosses gebohrt. Wenn der Chirurg die Tastspitze des Wandlers in das Loch eingeführt hat, bleibt sie dort sicher fixiert.

Wird der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt?

Der Eingriff für das vollständig implantierbare Hörgerät Carina muss unter Vollnarkose durchgeführt werden.

Kann sich durch die Operation mein Gehör verschlechtern?

Bei einer ordnungsgemäßen Implantation wird das Hörvermögen nicht weiter beeinträchtigt. Sie müssen sich jedoch darüber im Klaren sein, dass Sie nach dem Eingriff möglicherweise das Gefühl haben werden, schlechter zu hören als vorher. Dies liegt daran, dass nach jeder Operation am Mittelohr dieser Teil des Ohrs anschwillt und sich mit Flüssigkeit füllt. Das ist eine ganz normale Reaktion des Körpers auf eine Operation. Es dauert etwa vier bis sechs Wochen, bis die gesamte Flüssigkeit aus dem Mittelohrraum abgeflossen und die Schwellung größtenteils abgeklungen ist. Nach weiteren zwei Wochen ist mit einer vollständigen Genesung zu rechnen.

Wird bei dem Eingriff der Gesichtsnerv oder die Paukensaite berührt?

Das operative Vorgehen für das vollständig implantierbare Hörgerät Carina ist so angelegt, dass der Chirurg die internen Komponenten implantieren kann, ohne den Gesichtsnerv und die Paukensaite, den aus dem Gesichtsnerv abgehenden Geschmacksnerv, zu berühren.

Welche Risiken sind mit der Operation für das vollständig implantierbare Hörgerät Carina verbunden?

Beim Eingriff für das vollständig implantierbare Hörgerät Carina bestehen die üblichen Risiken, die mit jedem operativen Eingriff und jeder Vollnarkose einhergehen. Besprechen Sie die möglichen Risiken einer Operation und Vollnarkose unbedingt mit Ihrem Chirurgen.

Wie lange dauert der Eingriff?

Im Normalfall dauert der Eingriff etwa zwei Stunden.

Ist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich?

Der chirurgische Eingriff für das vollständig implantierbare Hörgerät Carina kann sowohl ambulant als auch stationär erfolgen. Ob ein Krankenhausaufenthalt erforderlich ist, liegt im Ermessen des Chirurgen.

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